| Dr. med. Manfred Lang Arzt für Orthopädie, Chirotherapie, Physik. Therapie Ambulantes Operieren |
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Moderne ArthrosetherapieIndikationen für den Einsatz von Hyaluronsäure in der Behandlung arthrotischer Gelenke Patienten, welche nicht auf konservative Therapiemaßnahmen ansprechen. Patienten mit leichter bis mittelschwerer Arthrose Patienten, die entzündungshemmende Medikamente nicht einnehmen können oder diese schlecht vertragen. Patienten, die mehrere Arzneien einnehmen und bei welchen das Risiko von Wechselwirkungen reduziert werden soll. Patienten, welche oral einzunehmende Medikamente nicht vertragen. Patienten mit Risikofaktoren für das Auftreten von Begleiterscheinungen im oberen Verdauungstrakt Alter über 65 Jahre Begleiterkrankungen Einnahme von Cortison Magengeschwüre Magenblutungen Behandlung mit blutverdünnenden Mitteln, z. B. Marcumar Patienten mit Nierenerkrankungen oder anderen Erkrankungen, welche den Abbau von Arzneimitteln beeinträchtigen. Patienten, die in der nächsten Zeit nicht operativ versorgt werden können. Viscosupplementierung mit Hyaluronsäure Arthroseprophylaxe und Arthrosetherapie großer und kleiner Gelenke Degenerative Gelenkerkrankungen zählen zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. Die Arthrose kann als ein Mißverhältnis zwischen Belastbarkeit und Belastung im betroffenen Gelenk bezeichnet werden. Der überbeanspruchte Gelenkknorpel steht dabei im Mittelpunkt des gelenkzerstörenden Ablaufs. Das Alter (primäre Arthrose) sowie funktionale Über - oder Fehlbelastung durch unfallbedingte oder andere Fehlstellungen, Sport oder Beruf (sekundäre Arthrose) müssen als Ursachen für den Gelenkverschleiß angesehen werden.
Hauptsächlich sind statisch stark beanspruchte große Gelenke, wie Knie und Hüfte, aber auch das Sprunggelenk betroffen. Die persönliche Mobilität wird dadurch massiv beeinträchtigt, das Gehen ist schmerzhaft: Die Lebensqualität ist erheblich beeinträchtigt.
Die kleineren Gelenke an den Füßen sind ebenso von arthrotischen Veränderungen betroffen. Hier ist vor allem das Großzehengrundgelenk durch Überlastung wie z. B. beim Hallux valgus oder Hallux limitus zu nennen.
Fußfehlformen, wie Knicksenkfuß, Senkspreizfuß mit Krallenzehenbildung der Zehen 2 – 5 führen zu entsprechenden arthrotischen Veränderungen. Die Mobilität vor allem älterer Menschen wird in nicht unerheblichem Maße beeinträchtigt. Auch die Gelenke der oberen Extremitäten bleiben nicht von degenerativen Veränderungen verschont.
Schulter, Ellenbogengelenk und das Handgelenk sind über dies durch zunehmende sportliche Tätigkeiten, wie Golf und Tennis bis ins hohe Alter, vermehrter Belastung und Abnützung ausgesetzt.
Die kleinen Fingergelenke, insbesondere das Daumensattelgelenk aber auch Mittel- und Grundgelenke der Langfinger sind sehr häufig betroffen.
Solche arthrotischen Veränderungen verursachen vor allem bei ganz alltäglichen, leichten Verrichtungen massive Probleme.
Entstehung der ArthroseDie hyaluronsäurereiche Schutzschicht der Knorpeloberfläche löst sich bedingt durch Fehlstellung und Fehlbelastung. Dadurch vermindert sich die Gleiteigenschaft und durch die mechanische Überlastung entstehen Risse im Knorpel, gefolgt von Gewebeabrieb und Freisetzung von Entzündungsmediatoren: Schmerzen, sogar in Ruhe sind die Folge. Fehlen die Schmier- und Schutzeffekte der Hyaluronsäure, so verursachen die durch Gelenkbewegungen hervorgerufenen Scherkräfte einen vermehrten Abrieb und damit die weitere Zerstörung des Gelenkknorpels: Eine Arthrose entsteht. Bei einem arthrotischem Gelenk sind die Elastizität und Viskosität (Schmierfähigkeit) der Gelenkflüssigkeit gegenüber derjenigen eines gesunden Gelenkes stark herabgesetzt. Eine moderne Arthroseprophylaxe und Arthrosetherapie mit Hyaluronsäure stellt normale Verhältnisse in der Gelenkflüssigkeit wieder her. Hyaluronsäure ist ein Biopolymer, das im Organismus von Wirbeltieren, also auch beim Menschen, natürlich vorkommt, etwa im Glaskörper des Auges oder in der Gelenkschmiere. Hyaluronsäure wird in den Zellmembranen von den sogenannten Synoviozyten des Synovialgewebes ( Gelenkhaut) synthetisiert und in den Gelenkspalt abgegeben, wo es sich an die Knorpeloberflächen anlagert. Hyaluronsäure ermöglicht das reibungsfreie Gleiten der Gelenkoberflächen. Der Gewichtsdruck wird durch die viskoelastischen Eigenschaften abgefedert, akute Druckspitzen durch Belastung oder Stoß werden gedämpft. Hyaluronsäure ist in der Oberflächenschicht des Knorpelgewebes enthalten und dadurch in der Lage, eine Schutzschicht gegen chemische und mechanische Reize aufzubauen. Viscosupplementierung mit Hyaluronsäure Die Effektivität dieser Therapie hängt von den rheologischen Eigenschaften der verwendeten Hyaluronsäure ab, sowie von deren Verweildauer im Gelenk. Da die Viskoelastizität der Gelenkflüssigkeit bei der Arthrose gegenüber dem Normalzustand stark herabgesetzt ist, ist es nötig zur Therapie eine Lösung einzusetzen, die eine wesentlich höhere Viskoelastizität besitzt als die pathologisch veränderte Gelenkflüssigkeit. Zur Behandlung werden abhängig von den Beschwerden bis zu fünf intraartikuläre Injektionen in wöchentlichem Abstand in das betreffende Gelenk appliziert. Diese intraartikulären Injektionen erfolgen unter sterilen Bedingungen, in manchen Fällen zur sicheren Applikation unter Bildwandlerkontrolle (Durchleuchtungskontrolle). Im Laufe der Behandlung ist ein Rückgang der Beschwerden sowie eine bessere Beweglichkeit festzustellen. Die Viscosupplementierung der Gelenke kann die arthrotischen Beschwerden für sechs bis zwölf Monaten oder länger deutlich bessern. Aber auch zur Arthroseprophylaxe bei bestehenden Beschwerden ohne wesentliche radiologisch sichtbare arthrotischen Veränderungen ist diese Therapie in hohen Maße geeignet. Dr. med. Manfred Lang |